Februar 2015

High-Volume-Drucker setzt auf Ausbau der Weiterverarbeitung

Skills

Stationen

8

Stärke

bis zu 13 mm

Komplexität

8

Durch umfassende Prozessüberwachung kann eine hohe Produktionssicherheit und Produktqualität gewährleistet werden.



Um die durchgängige Qualitäts- und Terminsicherheit zu optimieren, setzt Fr. Ant. Niedermayr GmbH & Co KG im bayerischen Regensburg für die in hohen Auflagen gedruckten Beilagen und Kataloge neu einen Sammelhefter Primera 160 von Müller Martini ein.

Was gibt es für ein überzeugenderes Bekenntnis zu Print, als wenn ein Firmenchef wie Johannes Helmberger, der das 1801 von Franz Anton Niedermayr gegründete Familienunternehmen in sechster Generation leitet, in stolzem Ton verkündet: "In den vergangenen acht Jahren haben wir hier in Regensburg über 50 Millionen Euro in die Erweiterung unserer Produktionsstätte und in neue Maschinen investiert – und auch in den nächsten Jahren werden wir weiter in unser Unternehmen investieren. Dabei fällen wir Investitions entscheide immer aus Erwartungen für die Zukunft heraus, sonst wären wir nicht da, wo wir heute stehen!"

400 Tonnen Papier pro Tag

Genauso wie Johannes Helmberger unbeirrt an das Medium Print glaubt und überzeugt ist, dass Beilagen und Kataloge ihre Position im Kommunikationsmix behalten werden, ist für den Geschäftsführenden Gesellschafter aber auch klar, dass der Weg zum Erfolg in Zukunft noch stärker über eine hohe Automatisierung der einzelnen Produktionsschritte von der Vorstufe bis zur Auslieferung führt. Seine These untermauert er mit weiteren beeindruckenden Zahlen.

«Wir bedrucken auf drei Rollen- und einer Bogenmaschine an Spitzentagen bis zu 400 Tonnen Papier. Unser Output pro Mitarbeiter hat sich innerhalb eines Vierteljahrhunderts um den Faktor 40 erhöht – allein in den vergangenen acht Jahren um das Dreissigfache. In der gleichen Zeitspanne stieg der Umsatz pro Mitarbeiter jedoch nur um das Zehnfache – woraus man gut ableiten kann, wie hart der Preiskampf geworden ist. Deshalb ist es unsere klare Strategie, auf hoch automatisierte Prozesse zu setzen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. »

Jetzt alles inhouse

Dass die heutigen modernen Weiterverarbeitungs- Systeme hoch automatisiert sind, ist laut Johannes Helmberger der eine Grund, weshalb Fr. Ant. Niedermayr in einen Müller Martini-Sammelhefter Primera 160 mit Falzanleger, sechs Flachstapelanlegern, Kartenkleber, Streamfeeder, Kreuzleger Robusto und Palettierer investierte.

Der zweite Grund, warum das Unternehmen im vergangenen Sommer den neuen Primera 160 als Ersatz für einen Sammelhefter 300 in Betrieb nahm, liegt laut Johannes Helmberger darin, «dass der Ausleseprozess bei den Weiterverarbeitungs- Dienstleistern, an die wir die Sammelheftung bisher fremdvergeben haben, weiter voranschreitet. Deshalb heften wir nun alle bei uns gedruckten Produkte inhouse, um die durchgängige Qualitäts- und Terminsicherheit zu optimieren.»

Millionenauflagen

Gefertigt werden auf dem neuen Primera 160 einerseits tagesaktuelle Beilagen im A4- und A5-Format für den stationären Handel sowie Broschüren teilweise in Millionenauflagen. Andererseits produziert die in Druck und Weiterverarbeitung im Zweischichtbetrieb 100 und im Non-Print-Segment 65 Mitarbeiter beschäftigende Fr. Ant. Niedermayr für diverse Branchen auch Kataloge in einem Auflagensegment von 100 000 bis 600 000 Exemplaren. Bis zu 160 Seiten starke Kataloge werden sammelgeheftet, teilweise bis 1600 Seiten umfassende Produkte werden klebegebunden und ebenso wie Hardcover-Bücher bei Partnerbetrieben gefertigt.

Angesichts der grossen Auflagen fährt Fr. Ant. Niedermayr den Sammelhefter regelmässig am Limit von 16 000 Takten pro Stunde. «Wir sind sehr zufrieden mit der hohen Performance des Primera 160», zieht Johannes Helmberger eine Bilanz der ersten Betriebsmonate. Auch die Bedienung («sensationell einfach – unsere Maschinenführer haben sich schnell auf hohem Niveau zurechtgefunden») und die Qualität der Endprodukte («wir sprechen hier schliesslich über eine Maschine von Müller Martini . . .») beurteilt der Firmenchef überaus positiv.

Technische Spezifikationen

Mit acht Stationen können Produkte bis zu einer Stärke von 13 mm im Formatbereich DIN A6 bis DIN 3 verarbeitet werden.


Doppelnutzen-Produktion sowie vierfache Ringösen-Heftung möglich.


Umschläge werden inline mit einer Falz-Rillung versehen, die ein Aufplatzen im Rücken der Broschur verhindert.


Die Beschickung der Anleger mittels Stream-Feeder vermindert Markieren und Ablegen der Druckbögen. Schonender Produkttransport in der kompletten Anlage.


Jedes Exemplar wird auf Vollständigkeit, korrektes Format, Platzierung der Heftklammern sowie rechtwinkeligen Beschnitt überprüft, fehlerhafte Produkte ausgeschleust.


Maschinelles Einkleben von DVD, CD, Kleinprospekten, Warenproben und Postkarten.


Pakete können foliiert und geschrumpft werden, sind also äußerst stabil und vor Transportschäden oder Witterungseinflüssen geschützt.


Auf Wunsch können die Produktstapel auch einfach oder kreuzweise gebündelt werden.


Ein vollautomatisches Palettiersystem garantiert formstabile Paletten.

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